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Tore satt bei Fußballspektakel

Da solle noch jemand sagen, die Medienabteilung hält ihre Versprechen nicht. Viele Tore waren angekündigt und insgesamt zehn Treffer durften unsere Zuschauer bei der Partie zwischen Meteor 06 und dem 1.FC Marzahn auch bestaunen.

Bereits nach sieben gespielten Minuten ging es los mit dem Torreigen auf dem Sportplatz Ungarnstraße. Einen weiten Ball von Mikail Vural nahm Ibrahima Cisse gekonnt mit der Brust herunter und vollstreckte zur 1:0-Heimführung. Überhaupt, in der Anfangsphase hatte Meteor das Spiel völlig unter Kontrolle. Von Marzahn kam nicht viel und wenn, dann nahezu ausschließlich über die rechte, vom starken Marcus Schulze beackerten Seite.

Was allerdings von Beginn an fehlte, war die richtige Spannung im Spiel. Das lag zum einen daran, dass Marzahn sich nahezu aus jedem Zweikampf heraushielt und auf der anderen Seite Meteor zu wenig aus der technischen Überlegenheit machte. So kam es, wie es kommen musste. Unser Team ging in der 24. Minute auf der rechten Seite nicht richtig in den Zweikampf und der eben bereits angesprochene Marcus Schulze konnte unbedrängt den Ball flach in den Strafraum des von Keanu Hantke gehüteten Tores bringen. Dort stand Christian Scholz genau richtig. Sein volley abgezogener Ball war zwar nicht sehr hart, dafür aber umso platzierter. Vom Innenpfosten prallte der Ball neben Keanu Hantke zum 1:1 ins Tor.

Gleichzeitig schien das Tor aber auch ein Weckruf an Meteor zu sein. Nur wenige Sekunden später schickte Irfan Yetim Nidal Swaidan über den linken Flügel. Dieser lief seinem Gegenspieler davon und vollendete per Lupfer zur erneuten Führung für unser Team. Das Spiel wurde nun weiter von Meteor bestimmt, Marzahn kam aber nun selbst häufiger zu Angriffen. Steter Unruheherd auf Seiten der Gäste war weiter Marcus Schulze.

Als nur noch fünf Minuten in der ersten Halbzeit auf der Uhr standen, wurde es noch einmal gefährlich für unsere 06er. Eine tolle Kombination zwischen Sirko Seigewasser, Jonathan Geist und Marcus Schulze führte dazu, dass letzterer völlig freistehend vor Hantke auftauchte, den Ball aber aus zwei Metern am Kasten vorbeischob.

Im direkten Gegenzug wurde Onur Güzer 30 Meter vor dem gegnerischen Kasten gefoult. Als Torhüter Gilbert Wagner noch dabei war seine Mauer zu stellen, schaltete Onur am schnellsten und schoss den Ball an den verdutzten Ostberlinern vorbei zum 3:1 ins Tor.

Nun zeigte aber auch Marzahn die in den Vorwochen so häufig bei Meteor erkannte Moral. So schmiss die Gästemannschaft noch vor der Pause alles in die Waagschale und drückte aufs zweite Tor. Zunächst war es Schulze, der freistehend eine Flanke von Rechtsaußen über den Kasten köpfte. Nur wenige Sekunden darauf spielte sich Jonathan Geist durch einen Doppelpass mit Christoph Unnasch frei vor unser Tor. Seinen Schuss konnte Hantke jedoch gerade noch halten. Kurz darauf pfiff der Schiedsrichter auch zum Pausentee.

In der zweiten Halbzeit gab es dann einige Probleme. Zunächst mit dem Spielball – alle vorhandenen Bälle wurden binnen kurzer Zeit mangels Zielgenauigkeit der Hauptakteure ins Nirwana geschossen und das Spiel musste für drei Minuten unterbrochen werden – danach für den Medienverantwortlichen Meteors, der einfach nicht mehr mit dem Schreiben hinterherkam.

In der 54. Minute zielte Hakan Cankaya aus 25 Metern knapp neben das Tor. Nur zehn Sekunden später blieb Yasin Hamlecioglu an einen gegnerischen Verteidiger hängen. Dieser leitete einen Konter über Marcus Schulze ein, der den Ball von der Torauslienie flach in den Strafraum der 06er spielte, wo Vladimir Falkenstein nur noch seinen Fuß hinhielt und das 3:2 erzielte.
Weitere 30 Sekunden später klingelte es auf der anderen Seite. Wieder war es Yasin, der nach einer Flanke an den Ball gelangte. Dieses Mal war jedoch kein Gegner in Sicht und Yasin konnte ohne Probleme zum 4:2 einschießen.
Es sah so aus, als hätte sich Marzahn nun ergeben. Nur 90 Sekunden nach Yasins Treffer war nun Ibo dran. Einen Steckpass nahm Ibo gut mit, ging in den gegnerischen Strafraum und erhöhte auf 5:2.
Auch das vierte Tor binnen fünf Minuten fiel zu Gunsten Meteors. Yasin Hamlecioglu legte den Ball raus auf Mikail Vural, der von der Torauslinie den Ball zurück in den Strafraum spielte, wo Yasin mit seinem zweiten Treffer auf 6:2 erhöhte. Es wurde einem Angst und Bange, Marzahn schien sich völlig aufgegeben zu haben. In der 62. Minute hatte Ibo das 7:2 auf dem Fuß, scheiterte aber freistehend am kurz zuvor verletzungsbedingt eingewechselten Torhüter.

Und dann? Dann brach das Offensivfeuerwerk Meteors plötzlich komplett zusammen und Marzahn erwachte aus dem Tiefschlaf. Urplötzlich ging Angriff um Angriff aufs Tor von Keanu Hantke. Zunächst zielte Schulze in der 65. Minute nur wenige Zentimeter zu hoch. Kurze Zeit später verlor Meteor erneut einen Ball im eigenen Angriff, Schulze wurde steil geschickt und verwandelte zum 3:6 aus Sicht der Gäste.
Zehn Minuten vor dem Abpfiff die nächste Riesenchance für Marzahn. Nach einer Flanke Seigewassers köpfte Falkenstein zunächst an den Pfosten. Den Nachschuss konnte Vedat Kocaoglu gerade noch so von der Linie kratzen.
Kurz darauf lag der Ball aber doch in unserem Kasten. Torhüter Keanu Hantke ging an der Strafraumgrenze ins Dribbling gegen Schulze, dieser behielt jedoch die Oberhand und konnte mit dem Ball ins verwaiste Tor laufen. Meteor war drauf und dran einen sicheren Sieg noch aus der Hand zu geben, denn es spielte nur noch Marzahn. In der 91. Minute legte Steffen Hilpert den Ball durch auf Sirko Seigewasser, der völlig freistehend die Chance zum 5:6 hatte, jedoch in Hantke seinen Meister fand.

Hätte dieser Ball gesessen, wer weiß, wie die letzten zwei Minuten Nachspielzeit noch gelaufen wären. So allerdings gehörte die letzte Chance noch einmal Meteor. Yasin brachte den Ball zu Ibo, der den Ball gut raus auf Nidal Swaidan legte. Dieser zielte jedoch etwas zu weit nach links, so dass der Ball knapp am Kasten der Gäste vorbeirauschte.

Für die Zuschauer, zu wem sie auch immer hielten, war das Spiel sicher ein Offensivspektakel vom feinsten. Auf der anderen Seite wurde auch ganz klar deutlich, dass vor allem an Körperspannung und Kommunikation noch viel gearbeitet werden muss. Insgesamt bleibt aber festzuhalten, drei Punkte geholt und die Zuschauer begeistert – Ziel erreicht.
Zu guter Letzt wünschen wir beiden Gästespielern, die verletzt ausgewechselt werden mussten, eine schnelle Genesung!

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