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Meteor belohnt sich nicht

Auch gegen den TSV Rudow II gab es für unsere Männer nichts zu holen. Dabei spielte Meteor wieder mal gar nicht schlecht. Vor allem in der zweiten Halbzeit konnte Rudow kaum die eigene Hälfte verlassen, so sehr drückte Meteor nach vorne. Einzig die Anzahl der Chancen hielt sich, trotz gut 70% Ballbesitz, im Rahmen.

Dass es nicht viele Chancen braucht um Tore zu erzielen, zeigten uns die Rudower jedoch in beeindruckender Weise. Zwar konnte Tolga Ilgin im Meteor-Kasten die erste Rudow-Chance noch abwehren, Jan Hendrik Wittmann hatte zuvor einen Freistoß gefährlich aufs Meteor-Tor geschlagen, nur zwei Minuten später war er aber machtlos. Rudow wurde über ihre linke Seite nicht genügend attackiert, sodass das Spielgerät über diesem Wege den Fuß von Marcel Bünsow erreichte, der freistehend keine Schwierigkeiten damit hatte, den Ball aus fünf Metern zum 0:1 über die Linie zu drücken.

Meteor ließ sich durch das frühe Gegentor nicht einschüchtern und spielte weiter munter nach vorne. Mitunter sah das sogar sehr gut aus. Etwa als nach einer knappen Viertelstunde eine Ecke von Hakan Cankaya den Kopf von Ibrahima Cisse erreichte. Dessen Kopfball mutierte jedoch zur Kerze, die Mikail Vural anschließend mit einem schönen Fallrückzieher nur knapp neben den Kasten setzte.

Auch weiterhin spielte hauptsächlich Meteor. Vor allem den schnellen Außenspielern Nidal Swaidan und Fredy Balde hatte Rudow nicht viel entgegenzusetzen. Leider blieben die Flankenversuche meist entweder an der letzten Verteidigungsreihe hängen oder gingen gleich ins Aus.

Und dann lief es wieder wie schon in der Vorwoche. Rudow konterte Meteor über die rechte Seite aus und Nico Thiele hatte per Kopf keine Mühen eine Flanke in der 32. Minute zum 0:2 zu verwerten. Drei Chancen, zwei Tore – Effizienz pur.

Aber unsere Männer gaben sich nicht auf und nur fünf Minuten nach dem Gästetreffer verwandelte Hakan Cankaya, nach einem schönen Kombinationsspiel zwischen Ferhat Cinar, Ibo Cisse und ihm selbst, von der Strafraumgrenze zum 1:2-Anschlusstreffer.

Fast wäre es sogar mit einem 2:2 in die Pause gegangen. Mit dem Halbzeitpfiff erreichte eine Flanke von Onur Güzer den Kopf von Toptorjäger Cisse. Dessen Kopfball wurde zunächst vom gegnerischen Torhüter abgeblockt, bevor der nachgesetzte Kopfball Ibos von einem Verteidiger erst auf der Linie geklärt werden konnte.

Trotz des 1:2-Halbzeitrückstandes, glaubten auch die größten Pessimisten noch an einen Heimerfolg, war doch Meteor das klar bestimmende Team.
Wären da nur nicht immer wieder die Fehler im Spielaufbau, die zu gefährlichen Kontern Rudows führten. So auch in der 55. Minute, als Sebastian Jacobs, nach einem Fehlpass im Weddinger Angriff, alleine auf Tolga Ilgin zulaufen konnte. Glück für Meteor, Jacobs vergab überhastet.

Im direkten Gegenzug dann die erneute Chance zum Ausgleich, als Onur Güzer sich ein Herz fasste und aus 20 Metern den Ball an die gegnerische Lattenunterkante knallte.
Keine Minute später wurde Ibos Kopfball nach Flanke von Nidal Swaidan, heute stärkster Mann auf Seiten der Gastgeber, gerade noch so vom gegnerischen Torhüter gehalten.

Meteor bestimmte nun das Spielgeschehen ganz klar. Fast alle Feldspieler befanden sich dauerhaft in der gegnerischen Hälfte. Das brachte natürlich auch die Gefahr mit sich, ausgekontert zu werden. Und so passierte es auch nach einer guten Stunde. Meteor erneut mit einem Fehlpass im Angriffsaufbau und plötzlich lief Rudow mit vier gegen zwei auf den Kasten von Tolga Ilgin zu. Mit zwei großartigen Paraden hielt er Meteor aber weiter im Spiel.

Die Heimmannschaft blieb zwar weiterhin klar balldominant, kam aber nun kaum mehr an der gutgestaffelten Abwehr Rudows vorbei. Im Gegenteil. Fünf Minuten vor dem Abpfiff gab es nochmal eine Ecke für die Gäste. Diese wurde direkt an den Pfosten geschossen, der eingewechselte Darrel Heick hatte aber keine Probleme den Ball zur 1:3-Entscheidung abzustauben.

Nun gab sich Meteor geschlagen und die Gäste kamen noch zu zwei weiteren guten Möglichkeiten das Ergebnis auszubauen. Beide Chancen wurden jedoch vergeben und so Pfiff der starke Schiedsrichter Ardit Shigjeqi das Spiel nach insgesamt 94 Minuten ab.

Wenn Meteor es zukünftig schafft, guten Spielen auch gute Ergebnisse folgen zu lassen, dann steht dieser Mannschaft sicherlich eine großartige Saison bevor.

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