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Meteor mit Steigerungspotential

Viel vorgenommen hatten sich unsere Männer im Testspiel beim Bezirksligavierten SC Borsigwalde.
Bei diesem Vorhaben blieb es dann auch, denn anders als die Gastgeber hatte Meteor einen gebrauchten Tag erwischt. Nachdem witterungsbedingt in der vergangenen Woche kein Fußball gespielt werden konnte, boten sich Meteor-Trainer Tobias Loeffler gleich eine Vielzahl möglicher Trainingsansätze an. Pässe kamen nicht an, Zweikämpfe wurden fast allesamt gegen kampfstarke Gastgeber verloren und selbst unsere Erfahrensten hauten einen Bock nach dem anderen heraus. Zusammengefasst lässt sich schreiben, Meteor konnte die zweifelsohne vorhandene Qualität zu keinem Zeitpunkt abrufen.

Und doch gibt es auch etwas Positives zu berichten. Nidal Swaidan stand nach überstandener schwerer Verletzung wieder auf dem Platz und deutete an, dass er nichts von seiner Spritzigkeit verloren hat. Mit Yasin Hamlecioglu steht uns, nach seiner vorübergehenden Auszeit, außerdem wieder eine weitere technisch versierte Offensivkraft für die Rückrunde zur Verfügung.
Und ganz so negativ ist dann vielleicht auch eine schwache Partie in der Vorbereitung nicht, werden daraus die richtigen Schlüsse gezogen.

Bei kalter Luft und leichtem Nieselregen gibt es sicherlich bessere Alternativen, als auf dem Fußballplatz zu stehen. Nichtsdestotrotz standen sich zu Beginn zwei gutgelaunte Teams gegenüber, die zeigen wollten, was sie in der bisherigen Vorbereitung gelernt haben. Vor allem beim heimischen SC Borsigwalde sah das teilweise ganz gut aus. Mit hohem Pressing schnürten die Gastgeber Meteor zu Beginn in die eigene Hälfte ein und erzwangen so vermehrt Abspielfehler der Gäste.

Nach gut zehn Minuten war es dann so weit. Meteor verdaddelte den Ball im eigenen Strafraum gegen Yannik Scholau, der Übersicht bewies und auf den eingelaufenen Bodo Längert zurücklegte. Dieser musste nur noch den Fuß in den Ball halten und traf freistehend zur 1:0-Heimführung.

Nun ist es in dieser Saison oft so gewesen, dass Meteor nach Gegentreffern schnell wieder ins Spiel gekommen ist. Und so sah es auch dieses Mal aus. Mit dem ersten vernünftigen Meteor-Angriff, in der 19. Minute, drang Hakan Canakya in den gegnerischen Strafraum ein und wurde dort regelwidrig gelegt. Den fälligen Strafstoß setzte Onur Güzer jedoch neben das Tor.

Die Gastgeber machten es hingegen viel besser. Immer wieder wurden die Wedding-Kicker früh angelaufen und so zu Fehlern gezwungen. Die eigentlich so spielstarken Gäste hatten dem kaum etwas entgegenzusetzen. Wenn dann noch individuelle Fehler in der Verteidigung hinzukommen, dann fallen eben Tore. So auch fünf Minuten vor der Pause, als ein Borsigwalde-Einwurf vor dem Meteor-Strafraum mit dem Kopf verlängert und durch Nils Lehmann zum 2:0 vollendet wurde.

Die letzte Spielsituation vor der Pause gehörte aber den Gästen von der Ungarnstraße. Und bei diesem blitzte kurz auf, wozu die Mannschaft im Stande ist. Mit einem schönen Kombinationsspiel zwischen Hakan Cankaya und Bahadir Katirci lupfte erstgenannter den Ball direkt in den Lauf von Ferhat Cinar, der diesen mit dem Innenrist am herausstürzenden Keeper zum 1:2-Anschlusstreffer vorbei ins Tor legte. Anschließend pfiff der Schiedsrichter zur Pause und es ging für beide Mannschaften zum Aufwärmen in die Kabinen.

Meteor kam etwas mutiger aus der Pause und versuchte nun selbst Angriffe zu starten. Echte Chancen kamen dabei jedoch zunächst nicht heraus. Dafür aber konnte Borsigwalde nun auch nicht mehr so viel Druck erzeugen wie noch in der ersten Halbzeit. Mit fortschreitender Spielzeit war es aber wieder die Gastgeberelf, die mehr vom Spiel hatte. Folgerichtig fiel das 3:1.
Nach einem Steilpass griff der bereits angeschlagene Keanu Hantke gegen Rodger Büttner am Ball vorbei und ein weiterer Borsigwalder hatte keine Schwierigkeiten diesen ins leere Tor zu befördern.

Spielerisch passierte nun nicht mehr viel auf dem Platz. Borsigwalde war mit dem Spielstand offensichtlich zufrieden und Meteor musste einsehen, dass es an diesem Sonntag einfach nicht passte. Nichtsdestotrotz, die letzte Chance hatten noch einmal die Blau-Gelben Weddinger. Nach einem gut getimten Pass Özkan Saracs auf Hasan Ulusan traf dieser 3 Minuten vor Spielende noch einmal die Latte des gegnerischen Tores. Kurz darauf pfiff der Schiedsrichter das Spiel ab und entließ beide Mannschaften in die Kabinen.

Am morgigen Dienstag um 20:00 Uhr können unsere Männer an der Ungarnstraße zeigen, dass mehr in ihnen steckt. Wegen der Spielausfälle der vergangenen Woche fand sich mit dem Neuköllner Landesligisten 1. FC Novi Pazar eine gute Alternative, um kurzfristig eine weitere Testspieleinheit zu absolvieren.

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