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Drei Punkte für den Aufstieg

Bei nasskaltem Wetter gewinnt Meteor mit 4:3 bei einer zweiten Mannschaft des SC Gatow, die viel besser war, als es ihr Tabellenplatz aussagt.

Wie schon beim vergangenen Auswärtsspiel beim VfB Berlin drängte Meteor auf eine frühe Führung. Fast hätte es schon nach sieben Minuten das erste Mal geklingelt, als nach einem Steilpass von Hakan Cankaya Fredy Balde aber noch freistehend an Heimkeeper Tobias Balzar scheiterte. Auf der anderen Seite hatten die Gatower kurz darauf eine Doppelchance. Zunächst klärte Keanu Hantke einen 25-Meter-Schuss von Maximilian Sandow zur Ecke, anschließend Köpfte Patrick Lehmann diese knapp am Gäste-Kasten vorbei.
Dann kam wieder Meteor, das auf einem Rasen, an dem beide Mannschaften ordentlich zu knabbern hatten, trotzdem die meiste Zeit einen gepflegten Ball spielte. Nach einer Viertelstunde gingen die Gäste nicht unverdient mit 1:0 in Führung. Fredys Torschuss wurde zunächst von einem Verteidiger geblockt. Der Ball landete aber bei Samet Yazici, der wiederum den freigelaufenen Mannschaftskapitän Hakan Cankaya bediente, welcher den Ball nur noch ins leere Tor schieben musste. Und nur fünf Minuten später durfte auch Samet selbst jubeln. Fredy Balde dribbelte sich zuvor durch die halbe Hintermannschaft Gatows, bediente Onur Güzer, welcher den Ball direkt zu Samet weiterleiten konnte. Der ließ sich die Chance auf sein erstens Pflichtspieltor für Meteor nicht nehmen und erhöhte auf 2:0.

Wie aber schon in Friedrichshain begann Meteor im Laufe der Spielzeit die Spannung zu verlieren und nach einigen missglückten Flanken der Gastgeber, bei denen Meteor noch Glück hatte, dass niemand mitgelaufen war, kamen die Gatower doch zum 1:2-Anschlusstreffer. Torschütze in der 35. Spielminute nach einem Freistoß war Meteor-Verteidiger Ziyed Smatty, der ein gewohnt starkes Spiel zeigte, in dieser Situation aber unglücklich den Ball ins eigene Tor abfälschte. Einige Minuten später pfiff Schiedsrichter Ahmet Yavsan beim Stande von 2:1 für Meteor zur Pause.

Die zweite Halbzeit begann actiongeladen. Gerade eine Minute war gespielt, als der quirlige Fredy Balde im Heimstrafraum unsauber vom Ball getrennt wurde. Schiedsrichter Yavsan zeigte folgerichtig auf den Punkt. Da der eigentliche Elfmeterschütze Ibo Cisse gesperrt war, schnappte sich Özkan Sarac den Ball und verwandelte sicher zum 3:1. Im direkten Gegenzug, die mitgereisten Meteoriten jubelten noch, wurde nun auch im Meteor-Strafraum ein Spieler zu Fall gebracht. Dieses Mal traf es einen Heimakteur und so entschied der Schiedsrichter erneut auf Strafstoß. Marcel Schildberg trat für die Gastgeber an, scheiterte aber am stark reagierenden Keanu Hantke.

Trotzdem, die Gäste gaben sich nie auf und versuchten mit ihren Möglichkeiten Meteor in Bedrängnis zu bringen. Meteor selbst schien das Spiel nun verwalten zu wollen und konnte mit viel Ballbesitz beeindrucken. Wirklich dicke Chancen kamen aber kaum noch zustande.
In der 72. Minuten gelang den Gastgebern der erneute Anschlusstreffer. Alessandro Lenk brachte seine Farben nach einer Nachlässigkeit in der Meteor-Defensive wieder an 2:3 heran. Die Freude über den Anschluss hielt jedoch nicht lang, Meteor zog nun wieder etwas die Zügel an und nur drei Minuten später kombinierten sich Samet Yazici, Fredy Balde und Hakan Cankaya in den gegnerischen Strafraum, wo Hakan einen flachen Ball Fredy Baldes nur noch zum 2:4 über die Linie grätschen brauchte. Aber noch immer wollten sich die Gastgeber nicht geschlagen geben. Und nachdem Maximilian Sandow fünf Minuten vor dem Spielende noch den Ball freistehend am Tor vorbeischoss, machte Patrick Lehmann es eine Minute später besser. Einen scharfen Ball von Rechtsaußen drückte er freistehend zum 3:4 über die Linie.
Nun machte Gatow hinten auf und warf alles nach vorne. Dadurch entstanden nochmal zwei hundertprozentige Torchancen für Meteor. Aber weder Fredy Balde, noch Onur Güzer brachten den Ball freistehend im Heimtor unter. So blieb es beim letztendlich verdienten Auswärtserfolg der Ungarnstraßler beim SC Gatow II. Die Pflicht wurde erfüllt, für die Kür fehlt noch etwas die Souveränität der Hinrunde. Die Mannschaft wird aber weiter an ihren Defiziten arbeiten, um auch am Ende der Saison dort zu stehen, wo das Team sich selber sieht – auf einem Aufstiegsplatz.

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