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Keine Punkte bei Hansa 07

Meteor weiß gegen die FSV Hansa 07 nicht zu gefallen und verliert durch ein spätes Tor mit 2:3.

Wenn die Meteoriten in dieser Saison geschlagen werden, dann in der Regel durch sich selbst. Erneut sorgen individuelle Fehler für die Gegentore und die daraus resultierende Niederlage. Dabei begannen die Gäste eigentlich ganz gut. In den ersten 20 Minuten wurde Hansa in die eigene Hälfte gedrückt und Meteor war dem Führungstreffer wesentlich näher als die Gastgeber.
Die erste Chance gehörte dennoch den Hanseaten aus Kreuzberg. In der 12. Spielminute vertändelte Kenney Sey am eigenen Strafraum den Ball und Wolfgang Mauer kam zum Abschluss. Sein abgefälschter Schuss segelte aber knapp am Gästekasten vorbei.

Nur kurz darauf hatten aber auch die Meteoriten ihre erste Großchance, als Ibrahima Cisse nach einem weiten Ball Onur Güzers freistehend Florian Willmann im Hansa-Tor anschoss. Fünf Minuten später machten die beiden Beteiligten es dann andersherum. Ibo setzte sich Linksaußen stark durch und brachte eine Flanke in den gegnerischen Strafraum. Dort kam Onur an den Ball, fand aber auch aus spitzem Winkel in Torhüter Willmann seinen Meister. Im Anschluss an diese Chance stellte sich das Heimteam noch defensiver auf, Meteor kam nun kaum noch zum Abschluss. Ganz im Gegenteil, viel zu oft versuchte der Gast aus dem Wedding nicht spielerisch zu überzeugen, sondern machte das Spiel durch viele eins-gegen-eins-Situationen selbst langsam. Noch problematischer war aber, dass diese Situationen – wie in dieser Saison schon viel zu häufig für eine Spitzenmannschaft – oft zu Ballverlusten und schnellen Gegenstößen der Gastgeber führten. Nachdem das nach einer halben Stunde noch gut ausging, als Wolfgang Mauer nach einem Konter knapp das Tor verfehlte, fiel kurz vor der Pause das folgerichtige 1:0 für Hansa 07. Einem verlorenen Zweikampf Meteors im Mittelfeld folgte ein schneller Gegenzug über Jaap Pedersen und Wolfgang Mauer, dessen Torschuss Meteor-Keeper Keanu Hantke nur nach vorne abwehren konnte. Dort brauchte Nico Benz nur noch zur Halbzeitführung abstauben.

In der Kabine schien Meteor-Trainer Tobias Loeffler dann die richtigen Worte gefunden zu haben. Mit wütenden Angriffen starteten die Weddinger in die zweite Hälfte. Die Chancenverwertung hielt sich dabei aber in Grenzen. 49. Minute – Flanke Onur Güzer, Ibo scheitert freistehend an Willmann. Zwei Minuten später ein identischer Ablauf – Freistoß Onur, Ibo schießt Willmann an. Meteor wollte nun den Ausgleich, das Tor schoss aber die Heimelf. Und wie bereits beim 1:0 war auch dieses Mal ein Ballverlust Meteors die Ursache. Dennis David und Irfan Yetim waren sich bei der Ballverarbeitung nicht einig. Wenn zwei sich streiten freut sich der Dritte – das dachte sich wohl auch Wolfgang Mauer, übernahm den Ball und schoss aus knapp 40 Metern einfach mal aufs Tor. Der überraschte Hantke musste entsetzt zusehen, wie sich der Ball hinter ihm zum 2:0 ins Tor senkte.
Und damit nicht genug. Nur fünf Minuten später versuchte Nico Benz es seinem Mitspieler gleichzutun. Nach einem Einwurf versuchte er sich aus gut dreißig Metern, Keanu Hantke konnte die Kugel dieses Mal aber an die Latte lenken.

Wer nun Meteor in dieser Saison häufiger zugeschaut hat, weiß aber auch dass sich die Jungs um Kapitän Hakan Cankaya auch nach einem Zwei-Tore-Rückstand nicht geschlagen geben. Und so auch nicht in Kreuzberg. 20 Minuten vor dem Ende schlug Cankaya eine Ecke in den Strafraum der Hanseaten. Diese konnten den Ball zwar zunächst klären, Hasan Ulusan stand aber goldrichtig und passte den zurückgewonnenen Ball gleich weiter auf Samet Yazici. Dessen Flanke köpfte Abwehrkante Kenney Sey zum 1:2 ins Tor der Gastgeber. Meteor war nun heiß und Schiedsrichter Christian Ernst, der einen zumindest eigenwilligen Pfeifstil hatte, musste häufiger beruhigend auf die Akteure beider Mannschaften einwirken. Fünf Minuten vor Ablauf der regulären Spielzeit war dann der Jubel bei den Gästen groß. Einen Freistoß Onur Güzers hatte Ibrahima Cisse mit dem Kopf abgelegt. Kenney Sey traf den Ball daraufhin perfekt und versenkten diesen zum vielumjubelten 2:2-Ausgleich.

Wirklich lang hielt die Freude jedoch nicht, denn Meteor fiel wieder ins alte Muster zurück. Nur wenige Sekunden nach dem Ausgleich kam die Weddinger Hintermannschaft gegen Wolfgang Mauer, auffälligster Akteur der Gastgeber, nicht richtig in den Zweikampf und musste zusehen, wie dessen Schuss gegen die Latte des Gästetores klatschte. Hatte Meteor in dieser Szene noch Glück, führte der nächste Ballverlust im Mittelfeld zur Niederlage. Kurz vor Schluss lief Mauer auf Linksaußen allen davon, flankte in den Strafraum und fand dort den Kopf des völlig freistehenden Yunus Peter. Der Jubel der Gastgeber kannte keine Grenzen, während bei Meteor nach drei selbstverschuldeten Gegentreffern die Köpfe nach unten gingen. Trotzdem gehörte die letzte Chance des Spiels noch einmal den Gästen von der Ungarnstraße. Der eingewechselte Yasin Hamlecioglu hatte Hakan Cankaya in den Strafraum geschickt. Dessen Pass fand Ibo, der aber auch in der letzten Spielszene unglücklich im Abschluss blieb und den Ball ans Außennetz schoss. Kurz darauf war das Spiel vorbei und Meteor geschlagen.

Durch den parallelen Sieg von Concordia Britz sind es nun noch fünf Punkte Vorsprung auf Rang drei, bei fünf noch ausstehenden Spielen. In diesen müssen sich nochmal alle Meteoriten auf die eigenen Stärken besinnen und sich voll auf das Saisonziel Aufstieg fokussieren. Nur dann wird am Saisonende der Aufstieg in die Landesliga zu erreichen sein. Also auf geht’s Meteor, jetzt erst recht!

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